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Wer
kennt ihn nicht - den Ausdruck vom "fünften Rad am Wagen"
für jemand, der sich überflüssig vorkommt und wenig
Aufmerksamkeit erfährt, während andere im Mittelpunkt
stehen. Ein Ausdruck, der nicht von ungefähr kommt, denn
dem tatsächlichen fünften Rad an ihrem Wagen widmen
deutsche Autofahrer auch nur sehr wenig Interesse. Groß
angelegte Reifen-Prüfaktionen der vergangenen Jahre, durchgeführt
unter Schirmherrschaft des Deutschen Verkehrssicherheitsrates,
haben dies durch alarmierende Mängelstatistiken belegt.
Fraglos ist es mit Aufwand verbunden, den zumeist im Kofferraumboden
verstauten "Nothelfer" regelmäßig auf Zustand
und Einsatzbereitschaft zu prüfen. Doch Nachlässigkeit
kann sich als erhebliches Sicherheitsrisiko erweisen, denn kommt
nach einer Panne ein schlecht gewartetes Ersatzrad zum Einsatz,
droht erhöhte Unfallgefahr. Nur bei richtiger und regelmäßiger
Pflege ist das Reserverad ein gleichwertiger, sicherer Ersatz.
Folgende Vorsorgemaßnahmen sind daher zu beachten:
Der Luftdruck des Reservereifens sollte bei jeder Luftdruckkontrolle der montierten Reifen mitgeprüft werden - regelmäßig wenigstens alle vier Wochen. Dabei sollte gleichzeitig das Ventil des Reserverades auf Verschmutzungen untersucht und gegebenenfalls gewechselt werden. Denn das Risiko besteht, dass der Schmutz die feine Dichtzone im Inneren bereits beschädigt hat.
Grundsätzlich sollte der Reservereifen um ca. 0,2 bar mehr befüllt werden als die Luftdruckempfehlung in der Betriebsanleitung des Fahrzeuges aussagt.
Auch nicht benutzte Reifen haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Denn in ruhendem Zustand können die Alterungsschutzmittel im Reifeninneren ihre Wirkung kaum entfalten. Das hat zur Folge, dass die Gummimischung einen Teil ihrer Fähigkeiten verliert und die Reifen, besonders auf nasser Fahrbahn, deutlich schlechtere Fahreigenschaften haben. Selbst wenn er noch tadellos aussieht und hohes Restprofil hat, gilt deshalb für den Reservereifen: ist er über sechs Jahre alt, sollte er ausgetauscht werden.
Ein jährlicher Check aller Reifen - also auch des
Reservereifens - durch den Fachhandwerker ist zusätzlich
zu regelmäßigen eigenen Kontrollen ratsam, damit auch
möglicherweise versteckte, für den Laien nicht erkennbare
Sicherheitsmängel rechtzeitig entdeckt werden. Den Reifenspezialisten
in ihrer Nähe finden Sie auf unseren Internetseiten!!!