Mit Leidenschaft, Engagement und fachlichem Können hat sich Sven Peter den Titel des Jahresbestmeisters 2025 gesichert.
Die Auszeichnung erhielt der Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik am 13. Juni 2026 im Rahmen der 77. Meisterfeier der Handwerkskammer Düsseldorf. Heute leitet er die Nutzfahrzeugabteilung seines ehemaligen Ausbildungsbetriebs im sächsischen Bautzen.
Dabei führte ihn eher der Zufall in die Reifenbranche. Nach dem Abitur stand für Sven Peter zunächst noch nicht fest, welchen beruflichen Weg er einschlagen wollte. Die entscheidende Wendung brachte ein Praktikum bei einem Reifenfachbetrieb im Rahmen einer Jobmesse in Dresden. Dort überzeugte er mit seinem Engagement und erhielt unmittelbar einen Ausbildungsplatz.
Schon während der Ausbildung entdeckte er seine Begeisterung für das Reifen- und Vulkaniseur-Handwerk. Besonders die Vielfalt der Fahrzeuge sowie die Verbindung von moderner Technik und praktischer Arbeit faszinieren ihn bis heute. Auch Panneneinsätze zählen für ihn nach wie vor zu den spannendsten Aufgaben seines Berufsalltags.
Sein Einsatz und seine Leistungsbereitschaft machten sich früh bemerkbar: Die Gesellenprüfung schloss Sven Peter als bester Absolvent Deutschlands ab und wurde Bundessieger bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk. Darüber hinaus erhielt er 2021 den Ausbildungs-Award seines Fachverbandes. An diese Erfolge knüpfte er auch während seiner Meisterausbildung an. Für die Vollzeitlehrgänge nahm er regelmäßig weite Anreisen in Kauf und pendelte für die Ausbildung rund 600 Kilometer von seiner Heimat nach Recklinghausen. Sein Meisterprojekt umfasste die technische Umrüstung eines Fahrzeugs einschließlich der vollständigen Planung und Kostenkalkulation.
Vom Handwerk ist Sven Peter bis heute überzeugt: „Handwerk – auch meines – ist aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken und oft viel abwechslungsreicher, als man zunächst vermutet.“ Jugendlichen, die noch auf der Suche nach ihrem beruflichen Weg sind, empfiehlt er deshalb, sich offen mit den vielfältigen Möglichkeiten des Handwerks auseinanderzusetzen. Sein eigener Werdegang zeigt eindrucksvoll, welche Chancen sich daraus entwickeln können.
„Handwerk ist vielseitiger und viel spannender, als die meisten glauben“, lautet sein Fazit.

